Krimmler-Wasserfälle_staubige-Reib-©-OeAV-Sektion-WarnsdorfKrimml

Endlich raus von zuhaus’ und trotzdem daheim

Aktive Freizeitgestaltung erwünscht? Sehr gut, denn unser Kurztrip durchs Land sollte Lust auf geplante aber auch auf spontane Ausflüge machen. Der bewährte Klassiker tut in diesem Fall gleich gut wie vielleicht nicht ganz so bekannte Alternativen.

Naturschauspiel. Sie faszinieren mit tosendem Rauschen und einer Fallhöhe von 380 Meter: Die Krimmler Wasserfälle im Oberpinzgau gelten nicht umsonst als der Dauerbrenner für Ausflügler von Nah und Fern. Vom Kleinkind bis zum Senior, jeder ist beeindruckt, wie die Krimmler Ache hier in drei Fallstufen in die Tiefe stürzt. Das von der OeAV Sektion Warnsdorf-Krimml gepflegte Naturschauspiel im Nationalpark Hohe Tauern ist dank Wanderweg und mehreren Aussichtskanzeln hautnah zu beobachten, zu hören, zu spüren. Gut kombinierbar ist dieser Ausflug mit einem Besuch der WasserWunderWelt Krimml. Tipp: Fragen Sie nach dem Kombiticket für beide Attraktionen!

www.wasserfaelle-krimml.at

Geschichte. Bergbau-Geschichte zum Anfassen erlaubt der Hochofen Bundschuh bei Thomatal. Dank des „Vereines zur Erhaltung der Schmelzanlage Bundschuh“ ist der denkmalgeschützte, massiv-steinerne Bau für die Öffentlichkeit erkundbar. Die Anlage gilt als Wirtschaftsdenkmal einer frühen industriellen Epoche sowie, dank des „Winderhitzers“, als montanhistorische Rarität. Ziel des Ausflugs ist das Hochofenmuseum, außerdem ein einfacher Rundweg, auf dem es Knappengasthaus, Verweserhaus, Röst- und Kalkofen sowie Werksschmiede zu sehen gibt. Tipp: Da der Hochofen nicht täglich geöffnet ist, schadet es nicht, sich über Museumszeiten, Führungen und spezielle Aktivitäten vorab zu informieren!

www.hochofen-bundschuh.at

Sport. Eine Wahnsinnsaussicht auf die Oberösterreichische und Flachgauer Seenlandschaft verspricht der Drachenwand-Klettersteig in St. Lorenz bei Mondsee. Praktisch, weil kurz, ist der Zustieg. Abgesehen vom einmaligen Panoramablick am Gipfel gilt vor allem auch die Seilbrücke als echtes Highlight. 560 Höhenmeter beträgt die Gesamt-Höhendifferenz des Klettersteiges auf den Ostgrad der Drachenwand, dessen Länge man nicht unterschätzen darf. So wird gute Kondition und Kraft sowie entsprechende alpine Ausrüstung – also Klettersteigset und Helm – natürlich auch hier vorausgesetzt. Tourenplanung nicht vergessen! Für weniger erfahrene Bergfexe wird die Begleitung durch einen Bergführer empfohlen. Parkmöglichkeiten gibt es beim Gasthof Drachenwand. Tipp: Möglichst zeitig in der Früh in die Ferrata einsteigen: Weniger Leute und man kann den Sonnenaufgang genießen! www.bergsteigen.com/klettersteig/oberoesterreich/salzkammergut-berge/drachenwand-klettersteig

Mensch und Tier. Geografische Nähe zur Drachenwand, völliger Kontrast: Gut Aiderbichl in Henndorf am Wallersee. Welch bewegende Tierschick-sale und dramatische Rettungsaktionen erzählt man sich auf dem weitläufigen Gelände, zwischen Hoftoren und Stalltüren, zwischen Freiplätzen und Gehegen! Kein Wunder, dass es mittlerweile bei weitem nicht mehr nur bekennende Tierliebhaber sind, die ihre Freizeit gerne an diesem „Ort des Friedens für Mensch und Tier“ verbringen. Gut Aiderbichl umfasst bereits 25 Anwesen, drei Gutshöfe davon können täglich besucht werden: Neben dem Stammgut in Henndorf laden auch Deggendorf an der Donau, am Rande des Bayrischen Waldes, sowie Iffeldorf nahe München ein.

www.gut-aiderbichl.com

Für alle Generationen. Schauplatzwechsel zu über zwanzig Themenwegen und Lehrpfaden im Lungau, einfache Wanderungen, die mit interessanten Schwerpunkten und lehrreichen Inhalten alle Altersklassen ansprechen: Da gibt es zum Beispiel den „Zauberwald“ in Muhr, den „Wasserweg Leisnitz“ in St. Margarethen, den „Mühlenweg am Dorfergraben“ in Zederhaus oder den „Richtstättenweg“ am Passeggen in Tamsweg. Vor allem für Kinder empfehlenswert ist der „Erlebnisweg“ in Lessach. Problemlos die Anfahrt bis zum Parkplatz, unterhalb des Purggerbauern. Ab da begleiten Stationen „für alle Sinne“ und eine motivierende Schnecke entlang des behutsam steigenden Forstweges bis zur Wildbachhütte. Und sollte der Wille immer noch zu schwach sein, dann hilft sicher noch die Vorfreude auf die Einkehr, auf Kasknödelsuppe und Kaiserschmarrn! www.lungau.at/sommer/wandern/themenwege

Moderne Attraktion. Noch einmal geht es hoch hinaus, diesmal im Pongau. Klettersteigset und Helm sind diesmal nicht Bedingung, besser aber, man ist frei von Höhenangst: Die neue Pendelbahn G-LINK Wagrain lässt ihre Passagiere wie vogelfrei hoch oben über den Talboden schweben – bei einem freien Spannfeld von über zwei Kilometern und einem maximalen Bodenstand von 232 Metern. Dieser Höhenflug zwischen Grafenberg und Grießenkar ist bis Ende August jeden Donnerstag möglich. Die Grafenbergbahn (zur Natur- und Erlebniswelt) und die Flying Mozart (in den Mountainbike Park Wagrain) sind täglich in Betrieb. www.bergbahnen-wagrain.at

Andrea Kocher

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