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Endlich ein Ja!

Ein Artikel von Kathrin Thoma-Bregar, Redaktion Bayern
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Eigentlich war es längst überfällig und doch ein Paukenschlag: Der Deutsche Bundestag hat die „Ehe für alle“ beschlossen.
Künftig können homosexuelle Paare heiraten wie Mann und Frau und auch gemeinsam Kinder adoptieren. Als eingetragene Lebenspartner war ihnen das bislang verwehrt. Die Entscheidung ist nicht unumstritten, allen voran CDU und ihre bayerische Schwesterpartei CSU stimmten mehrheitlich dagegen. Als im Schnellverfahren durchgepeitscht, bezeichneten sie die Abstimmung.
Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer soll sogar Klage erwägen, er wolle diesen Schritt gründlich prüfen lassen, heißt es. Dr. Peter Ramsauer, Bundestagsabgeordneter aus dem Landkreis Traunstein warnte, man solle sich davor hüten, auch noch die letzten konservativen Werte zu
zerstören, Deutschland habe ganz andere Probleme. Und die Landtagsabgeordnete Michaela Kaniber (CSU) aus Bayerisch Gmain steht ganz öffentlich zu ihrer Meinung. Als Vollangriff auf die von der Verfassung geschützte Ehe bezeichnet sie den Beschluss der Kollegen in Berlin.
Umfragen zeigen allerdings, dass der weit überwiegende Teil der Bevölkerung in ganz Deutschland hinter der „Ehe für alle“ steht. So gesehen haben die verantwortlichen Politiker nichts anderes getan, als den Willen des Volkes umgesetzt. Und sie haben ein wichtiges Zeichen gesetzt, dass sich nämlich homosexuelle Paare im Grundsatz kein Stück von heterosexuellen Paaren unterscheiden. Und dass genug Ehe für alle da ist, um es mit den Worten der GRÜNEN auszudrücken. Mit ihrer Position, die Ehe sei kein knappes Gut, das künstlich rationiert werden müsse, scheint die Partei den Nerv der Zeit getroffen zu haben.

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