Tattoo

Emotionale Sinnhaftigkeit

Namen der Liebsten und feine Glitzersteine – dezent und bedeutungsvoll sind Tattoos und Piercings heute. Dabei ist der Körperschmuck längst salonfähig geworden und noch immer en vogue.

Ob als Ausdrucksmittel für Exklusivität, als rituelles, sakrales Symbol oder zur politischen Stellungnahme  – schon immer dienten Tattoos neben Körperschmuck zur Selbstdarstellung oder Abgrenzung. Und auch heute ist es zu wenig, sich Sprüche, Blumen oder individuelle Motive zeichnen zu lassen, nur weil sie schön aussehen und gerade modern sind, ist Expertin Evelyn Weiß vom Tattoo- und Piercing-Studio Needle Project in St. Johann im Pongau überzeugt.

Ein Zeichen setzen

Der heutige Tattoo-Träger ist vor allem eines: emotional. „Schriftzüge mit Namen und Symbolen von Familie und Freunden sind bei Frauen wie Männern en vogue. Die Bedeutung und Sinnhaftigkeit der feinen Zeichnungen nimmt einen immer höheren Stellenwert ein“, ist Evelyn Weiß sicher. Die Damen lieben ihre Tattoos besonders an Handgelenken und Oberschenkeln, die Herren tragen sie nach wie vor gerne klassisch am Oberarm. Auch bei Piercings sind die Ansprüche zumeist dezent. Feine, kleine Schmuckstücke liegen im Trend, die schimmernde, kaum wahrnehmbare Akzente setzen. Beliebt sind glitzernde Punkte auf Unterlippe oder Nase. „Das In-Szene-Setzen von Augenbrauen mittels Piercing, in der Form, wie es früher gestochen wurde, ist hingegen out“, so Weiß. „Die Maschinen sind heute besonders präzise und ermöglichen ein sehr feines Arbeiten und besondere Details“, so die Expertin. 25 bis 30 verschiedene Nadelarten kommen beim Tätowieren zum Einsatz und stechen dabei rund 1,8 Millimeter tief in die Haut. Die Farbvielfalt ist enorm.

In die Hände des Profis legen

An der kosmetischen Ausbildung ihrer Experten sowie an gut ersichtlichen Zertifikaten zu Hygiene- sowie absolvierten Fortbildungen und vor allem an der Berechtigung zum Ausführen des Gewerbes, ist ersichtlich, wie professionell ein Tattoo- und Piercingstudio ist. Ist der Tattoo- und / oder Piercing-Träger minderjährig, ist die Einverständniserklärung des Erziehungsberechtigten notwendig (piercen von 14 bis 18, tätowieren 16 bis 18 Jahre). Damit Tattoo und / oder Piercing den Träger anschließend für lange Zeit erfreuen, ist zudem die richtige Pflege unerlässlich: So sollten Sonne, Solarium und Vollbäder bei frisch gestochenen Tattoos und Piercings mindestens vierzehn Tage lang vermieden werden. Tattoos sollten anfangs nicht mit Seife in Berührung kommen, zudem sollte man nicht an der Wunde kratzen. Auch müssten Piercing und Tattoo vier bis fünfmal täglich gut eingecremt und desinfiziert werden. Und auch wenn es heute bereits möglich ist, sich ein Tattoo wieder wegzulasern, sollte bedacht werden, dass die Schmuckstücke am Ende Narben hinterlassen können.

Eva Pittertschatscher

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