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Eine Ehre, dieses Amt.

Ein Artikel von  Christian Heugl

Das ehrenamtliche Engagement ist in Österreich, in Salzburg, im Tennengau fest verankert im gesellschaftlichen Leben. Je kleiner die Einheiten, desto mehr Profil bekommt das Ehrenamt. Bei der Freiwilligen Feuerwehr im Heimatort dabei zu sein, ist nicht nur ein guter Brandschutz für die Allgemeinheit, sondern auch eine persönliche Bereicherung unter Freunden und Nachbarn. In einer Zeit, in der die sozialen Medien genau dieses Gefühl nach Gemeinschaft vermitteln und in der schon jedes „liken“ als Engagement gehandelt wird, ist der tatsächliche Dienst am Nächsten nicht hoch genug einzuschätzen.

Für andere da sein, wenn einmal Feuer am Dach ist. Oder auch nur, wenn das Dach zu heiß wird, so wie es im heurigen Hitzesommer bei einer Festspielaufführung auf der Halleiner Pernerinsel geschehen ist. Die Freiwillige Feuerwehr Hallein sorgte mit Spritzwasser aus der Salzach für einen nachhaltigen Kühleffekt. Schnell und effizient. Das Ehrenamt im Tennengau hat viele Gesichter: neben der Feuerwehr, dem Roten Kreuz oder der Bergrettung gibt es unzählige Möglichkeiten. Jeder dritte Erwachsene tut es. Das ist doch ganz erstaunlich in einer Zeit, von der es heißt, sie sei von Egoismus geprägt.

In anderen Ländern ist das Ehrenamt nicht in dieser Art verankert. In Erinnerung sind noch die katastrophalen Sommerbrände rund um Athen, die auch deswegen so verheerende Ausmaße annehmen konnten, weil freiwillige Helfer an allen Ecken und Enden fehlten.

Das Ehrenamt in Salzburg ist gelebte Solidarität. Eigentlich ist es ja ganz einfach, denn dieses Amt, welches auch immer, ist eine große Ehre! Für die anderen, aber vor allem auch für mich selbst.

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