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Die Vielfalt wächst – meist in die Höhe

Die Richtung, in die die neue Mobilität geht, ist klar: SUVs sind der Renner, PS-Monster und Sportler machen viel Wind und die Elektrifizierung ist auch ein politisch gewollter Trend. Autonomes Fahren und Connectivity bleiben vorerst unbedeutend.
Ein Artikel von René Herndl

Wesentliche Tendenzen sind klar erkennbar und nehmen einen immer breiteren Raum ein: SportUtilityVehicles – sprich SUVs – sind und bleiben das beherrschende Wachstumssegment, egal in welcher Fahrzeugkategorie. Die wirklich voluminösen und PS-starken SUVs bleiben zwar an der Spitze der Prestige-Skala und werden auch von immer mehr Herstellern angeboten, die Masse der mittelgroßen bis kompakten mobilen Hochstände aber nimmt einen immer größeren Platz im Angebot ein. Und mit ein bisserl Verzögerung kommen dann auch noch SUVs, die auf den Bodengruppen von Kleinwägen aufbauen. Dass nebenbei auch bereits am Markt befindliche „Suffs“ aufgewertet werden, ihren eher praktischen Charakter gegen einen zeitgeistigen tauschen, bestätigt nur die Mobilitätsentwicklung. Beispiele? Viele! So ist etwa bei Mercedes der GLA ein kommender Star, der neue Käuferschichten erobern soll, auch weil er – so die Mercedes-Aussage – einen „frischen, präsenteren Look, der seine Offroad-Fähigkeiten betont“ bietet.

Edel, sportlich oder praktisch
Einer der Bestseller verspricht der neue mittelgroße Skoda Kodiaq zu werden, der samt VW-Genen mit einer sehr eigenständigen Optik und günstigeren Preisen als bei der Konzernmutter aufwartet. Alfa setzt seine Offensive im sportiven Bereich der SUVs mit dem Stelvio fort, Opel rüstet mit dem kleineren Crossland X weiter auf, der Volvo XC60 wird bald seinem großen Bruder ähnlich sein und sogar Lamborghini wird den Urus wahrscheinlich noch dieses Jahr präsentieren – ein PS-Riese, der der Marke auf die Sprünge helfen soll. Dass auch der Erfinder der SUV-Klasse, Range Rover, mit einem neuen Discovery antritt, wird wohl kaum verwundern, betrachtet man die beachtliche Performance der Marke mit dem besonderen Anspruch auf Noblesse.   

Nischenerweiterung
Eine weitere Nische wird von SUV-Coupés besetzt, bei denen der BMW X6 Trendsetter war. Und die Bayern setzen diese Linie nach dem X4 nun bald mit einem kleinen X2 fort, der technisch weitgehend mit dem X1 ident sein wird, jedoch mit mehr optischer Dynamik. Dass auch Audi auf diesen Zug aufspringt, war klar, wobei hier die Typenbezeichnungen Q4 und Q8 lauten werden, letzterer quasi das Flaggschiff unter den SUVs werden soll. Logischerweise wird auch Mercedes seine Palette weiter ausbauen, VW wird ein Klein-SUV auf Polo-Basis und einen in der Golf-Klasse an den Mann und die Frau bringen wollen, während Opel ein SUV auf der Basis des Peugeot 3008 mit dem Namen Grandland X gegen Ende dieses Jahres vorstellen will. Dass es auch noch Angebote aus Übersee, etwa den Chevrolet Traverse, gibt, sei hier nur am Rande erwähnt.

PS und Digitalisierung
Obwohl die Hubräume – auch wegen des Verbrauchs – immer kleiner werden, so steigen doch die PS-Zahlen kontinuierlich. Nicht nur bei den prestigeträchtigen Luxus- und Sportvehikeln wie etwa dem Ford GT, die als Optimum des Automobilbaus dargestellt werden. Auch kleine und kompakte Mobile werden immer sportlicher, z.B. der Nissan Micra, und viele Hersteller versuchen sich auf dem PS-Weg zu profilieren. Ein Beispiel ist hier Kia, die mit dem Stinger einen ordentlichen Familien-Sportwagen mit 365 PS und Acht-Gang-Automatik präsentieren. Den Hinterradler mit Frontmotor wird es optional auch mit einem Allradantrieb von Magna geben – und auch mit einem 255 PS starken 2-Liter-Turbo-Benziner. Ebenso liegen Kombis im Trend, die optisch auf Landlord getrimmt und ein bisserl höher gestellt ein ganz bestimmtes Klientel ansprechen: Der Offroad von Audi bekommt Konkurrenz vom Mercedes All-Terrain oder vom Volvo Cross Country. 

Und natürlich ist die Elektrifizierung und die Digitalisierung eine Tatsache, die immer breiteren Raum einnimmt und die auch in immer kleinere Kategorien vordringt, sogar zeitgeistig gestyled und mit immer größeren Reichweiten, die sich dem Alltagsbedarf annähern. Ein gutes Beispiel dafür ist das aufregend geformte Hybrid-SUV C-HR von Toyota, der auf der Basis des Prius auf der Welle des Zeitgeists schwimmt.

Toyota CHR Hybrid Dynamic
Audi Q8 Conzept
BMW concept X2
Discovery
Kia Stinger
Skoda Kodiaq
Fotos: Hersteller

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