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Die Liebe zur Musik war immer da

Ein Leben für die Musik, das hat sich Rita Fuchs schon immer gewünscht. Bis es jedoch soweit war, musste die junge Sängerin einige Umwege in Kauf nehmen. Im Interview mit der SALZBURGERIN beschreibt sie ihren Weg ans Ziel ihrer Träume.

Wie hast du deine Liebe zur Musik, insbesondere zum Singen, entdeckt?

Die Liebe war immer schon da. Ich bin in einem sehr musikalischen Haus aufgewachsen. Meine Eltern hatten einen Berggasthof und einen kleinen Bauernhof – daher haben wir viel mit der Ziehharmonika und Gitarre musiziert. Damals war natürlich die volkstümliche Musik im Vordergrund. Das hat mich von Kind auf geprägt. Später ist es natürlich in eine andere Richtung gegangen, aber das Bedürfnis, Musik zu machen, war immer gegeben.

Wie hat sich dein Weg zur Berufsmusikerin gestaltet?

Ich hatte eigentlich gar nicht mehr damit gerechnet, dass es noch funktionieren würde. Gerade wenn man aus einer sehr bodenständigen Umgebung und Familie kommt, wird es gern gesehen, dass man was „Gescheites“ lernt. Und da ist „Sängerin“ nicht gerade der erste Beruf, der einem einfällt.

Die Gelegenheiten haben sich anfangs auch einfach nicht ergeben, es war einfach leichter, auch finanziell leichter, eine „normale“ Ausbildung zu machen, als im musikalischen Bereich. Aus dem Grund habe ich nach der Schule die Ausbildung zur Kindergartenpädagogik gemacht. Natürlich ging es dabei auch viel um Musik, und Singen mit Kindern ist etwas ganz Schönes, aber halt nicht die komplette Erfüllung für mich. Ich habe auch wirklich gerne mit Kindern gearbeitet, aber ich bin halt nicht unbedingt ein Alltagsmensch. Und so habe ich mich immer mehr drauf besinnt, dass ich das nicht bin, dass das nicht das Leben ist, das ich führen sollte. Und dann habe ich tatsächlich alles hingeschmissen, ohne Rücksicht auf Verluste. Habe meine Arbeit aufgegeben und erst einmal nach Ausbildungsmöglichkeiten gesucht.

Gelandet bin ich schließlich bei einem wahnsinnig tollen Gesangsdozent und Sänger, bei dem ich auch heute noch bin. Robert Keller ist ein Ausnahmemusiker. Er hat viel dazu beigetragen, dass ich heute von der Musik leben kann. Bis es soweit war, habe ich mich halt „durchwurschteln“ müssen und alle möglichen Nebenjobs angenommen… Man muss ja trotzdem überleben, und schauen, dass man seine Ausbildung macht.

Wie hast du dich dann schließlich als Berufsmusikerin etablieren können?

Naja, erst einmal gelernt! Solange, bis ich wusste, ja, jetzt beherrsche ich das Handwerk von Grund auf. Ich bin dann bei der Band „ESPR!music“ eingestiegen, bei der ich nach wie vor singe. Wir spielen auf allen möglichen Veranstaltungen: Firmenfeiern, Hochzeiten, Gala-Diners usw. Eine weitere Schiene, bei der ich mitwirke, ist „Joyful Moments“. Eher für die romantischen Ereignisse, bei Geburtstagen, bei Taufen, in der Kirche… Wird die Musik über mich gebucht,wird die Bandbesetzung, entsprechend des Events, mit Musikern meines Vertrauens zusammen gestellt.

Welche Genres hast du in deinem Repertoire?

Von jazzigen Stücken, über Soul, Songs zum Tanzen – wir haben ein sehr, sehr breites Repertoire. Und dann natürlich auch das Party-Programm, das gehört natürlich dazu! Die Leute wollen Lieder hören, die sie kennen. Ich mach das auch irrsinnig gerne, aber es gibt zudem den Wunsch, etwas ganz eigenes machen.

Das heißt, du bist auch Liedermacherin?

Ich texte. Ich texte, seitdem ich 13 bin. Das war immer schon meine Leidenschaft. Allerdings hat es sich bislang noch nicht ergeben, dass ich mehr daraus mache. Weder in der Zeit, in der ich keine oder wenig Musik gemacht habe, noch danach, denn dann war natürlich erst einmal die Musik im Vordergrund. Ab 2016 möchte ich aber damit starten. Die Texte sind im Grunde genommen alle da und warten nur darauf, fertig gemacht zu werden.

Also du stehst gerade in den Startlöchern?

Ja, das ist das nächste, das kommt und mein Projekt für 2016. Anfang 2016 werden schon die ersten Sachen entstehen.

Natürlich steht es für mich auch weiterhin im Vordergrund, mit den Menschen Musik zu machen, die ich sehr schätze und mit denen ich mich gut verstehe. Auf der anderen Seite möchte ich aber verstärkt meine eigenen Sachen umsetzen.

In welche Richtung gehen deine Texte?

Das erste Lied wird in Mundart sein – ich schreibe am liebsten in Mundart, das mochte ich immer wahnsinnig gern. Thematisch geht es um fast alles. Ich habe meinen eigenen Standpunkt zu diversen Themen.

Was ist dein Wunsch für die Zukunft?

Natürlich, dass es weiterhin gut läuft, dass ich weiterhin das Privileg habe, damit meinen Lebensunterhalt zu bestreiten und da ich ja selber schreibe, dass das Anklang findet und die Leute sich dafür begeistern. Einfach weiter Musik machen dürfen, und am liebsten eigene Musik machen dürfen. Das ist mein Wunsch!

Doris Thallinger

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