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Die Heilmassage wirkt

Streichen, kneten, reiben, klopfen – Massagen sind seit Urzeiten in vielen Kulturen eine Wohltat für gestresste Körper. Egal, ob einem ein verspannter Nacken zu schaffen macht oder beim Sport überanstrengte Muskeln – es gibt für jede Herausforderung die richtige Massage.
 Ein Artikel von Maria Riedler
Foto: glisic_albina - fotolia.com

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Heilmassagen haben erwiesenermaßen einen hohen positiven Effekt auf die Gesundheit. Sie zählen zu den ältesten und bewährtesten Therapieformen und zeichnen sich durch einen breiten Wirkungsbereich aus. Sie sind bei akuten Beschwerden ebenso sinnvoll wie als vorbeugende Therapie. „In Salzburg gibt es etwa 200 Heilmasseure mit einer umfassenden Ausbildung“, erklärt der Landesinnungsmeister der Fußpfleger, Kosmetiker und Masseure, Rudolf Hannes Enzinger. „Rund 2400 Stunden dauert die Ausbildung zum Heilmasseur. Das garantiert eine hohe Qualität der Anwendung und viel therapeutisches Know-how, das weit über die klassische Massage, Faszientechnik, Lymphdrainage hinausgeht.“

Neue Verordnung – bewährte Wirkung
Seit 1. Jänner 2017 gibt es ein neues Verordnungsmodell für therapeutische Leistungen. Der Arzt verschreibt eine Therapie in drei möglichen Zeiteinheiten, gegliedert in PT1, PT2 oder PT3. Welche Anwendung durchgeführt wird, entscheidet der Heilmasseur je nach Diagnose. Ob Heilmassage, Lymphdrainage oder Passivtherapie – mit der Verordnung PT1 und PT2 können, so wie bisher, alle Leistungen und Kompetenzen des Heilmasseurs in Anspruch genommen werden.
„Je nach Indikation können Heilmassagen alleine oder in Kombination mit einer Passivtherapie (Strom, Moor, Ultraschall, Rotlicht) durchgeführt werden. Refundierungen seitens der Krankenkassen können von der BVA, SVB oder der SVA der gewerblichen Wirtschaft in Anspruch genommen werden“, so Enzinger. „Für die Lymphdrainage gibt es hingegen – ob alleine oder in Kombination mit Passivtherapie –, bei allen Krankenkassen einen Kostenzuschuss für die Patientinnen und Patienten. Dieses Modell gilt übrigens nur für Salzburg in dieser Form.“

Foto: drubig-photo - fotolia.com

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Massage dient Verletzungsprävention
Durch Massage kann die Regeneration positiv beeinflusst werden, weshalb viele Spitzensportler inzwischen sehr eng mit Heilmasseuren kooperieren. Dank der manuellen Einwirkung von außen, wird u.a. die Blutzirkulation angeregt und der Lymphrückfluss verbessert.
Hat die Heilmasseurin oder der Heilmasseur die Quelle oder sogar mehrere Quellen des Übels ertastet, werden mit bestimmten Grifftechniken die Muskeln bearbeitet. Alles mit dem Ziel, die Muskeln zu entspannen, die Durchblutung zu steigern, Stauungen zu beseitigen, Verhärtungen aufzulösen oder Schmerzen zu lindern oder ganz zu beseitigen.
An der Universität von Miami wurde das erste Forschungsinstitut gegründet, das sich nur mit Massagen beschäftigt – und mittlerweile folgt eine Studie der anderen. Heute weiß man, dass Massagen das Immunsystem stärken, für tiefen Schlaf sorgen und sogar Schmerzen lindern können. Sie beruhigen die Gehirnströme und senken die Stresshormone im Blut. Deshalb lösen sich durch die Berührung nicht nur körperliche, sondern auch psychische Spannungen, die Konzentration wird gestärkt, und wir kriegen einfach gute Laune.
Vorbeugen ist eben besser als Heilen.

Experten-Tipps

Foto: www.kaindl-hoenig.com

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Ich versuche gemeinsam mit meinen Klienten immer einen ganzheitlichen Behandlungsansatz für die Beschwerden zu finden. Dabei gibt es viele unterschiedliche Methoden und Massagearten. Ob Lymphdrainage, Fußreflex-, Ganzkörper- oder Faszienmassage – je nach Auslöser der Beschwerden werden immer die optimalen Behandlungen gewählt. Besonders wichtig ist auch die Bereitschaft des Klienten zur Mitarbeit. Dann sind unglaublich positive Wirkungen möglich.
Reinhold Hübner, Praxis für ganzheitliche Massage und Ernährungsberatung, Salzburg

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Masseure sind die Spezialisten für Massage. Jeder Heilmasseur, der über eine Gewerbeberechtigung verfügt, ist gewerblicher Masseur. Somit kann jeder mit und ohne Verordnung einen Masseur aufsuchen. Kommt eine Patientin oder ein Patient mit einer ärztlichen Verordnung zum Masseur, so wird dieser – je nach Diagnose – mit den passenden Massagetechniken eine Linderung bis Beschwerdefreiheit erzielen. Neben der Verbesserung des Krankheitsbildes bewirkt die Massage eine ganzheitliche Verbesserung der Gesundheit.
Hannelore Grubits-Klinger, Heilmasseurin, gewerbliche Masseurin und Innungsmeister-Stellvertreterin, Bergheim

Foto: www.kaindl-hoenig.com

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Massage ist nicht nur in akuten Fällen von Beschwerden sinnvoll, sondern auch eine ideale vorbeugende Therapie. Die Standards in Österreich sind ungemein hoch und werden laufend evaluiert und verbessert. Die gute Qualität und das Know-how helfen dann auch, die Massage wirklich zur Auszeit vom Alltag zu machen, wodurch die präventive Wirkung vollends ausgeschöpft werden kann.
Rudolf Hannes Enzinger, Landesinnungsmeister der Fußpfleger, Kosmetiker und Masseure

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