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Die Eschen von Rif

Ein Artikel von Christian Heugl
Foto: Christian Heugl

Foto: Christian Heugl

Kleine Ursache, große Wirkung: Ein mikroskopisch winziger Pilz ist für das Eschensterben im Land Salzburg verantwortlich. Besonders stark ist das Verschwinden dieser wichtigen Baumart in Rif und entlang der Königseeache spürbar. Beim Sportzentrum Rif musste der Bestand rund um den Kletterturm gerodet werden. Aber in jedem Verlust steckt auch die Chance auf etwas Neues. In diesem Fall ist die neue Vielfalt die Chance. Da, wo früher der Eschenwald stand, entsteht nun ein Potpourri aus heimischen Laub- und Nadelbaumarten. Die Vielfalt macht den gesamten Bestand stabil und gegen Krankheiten robust. Der einzige Haken dabei: Es wird wohl 20 bis 30 Jahre dauern, bis wir, oder die nächste Generation, die Früchte der Schönheit ernten können. Aber der eingeschlagene Weg ist der richtige.
Und der junge Wald, durch den auch eine beliebte Laufstrecke führt, passt genau zur Geschichte des Landessportzentrums. Auch dieses Vorzeigeprojekt des heimischen Sports hat sich schön langsam in 30 Jahren zu dem entwickelt, was es heute ist. Bei der Gründung im Jahr 1986 wurden knapp 84.000 Nutzer gezählt, mittlerweile sind es jährlich rund eine halbe Million Sportler, die in Rif ideale Trainingsmöglichkeiten vorfinden. Die Erfolgsgeschichte der letzten drei Jahrzehnte hat ein konkretes Gesicht: Wolfgang Becker leitet seit der Gründung die Geschicke des Landessportzentrums in Rif. Er kennt keine Berührungsängste, in seinem Konzept hat neben den optimalen Bedingungen für Hochleistungssportler der „bewegte Schulweg“ genauso Platz wie eine Kunstmeile zum Staunen und Flanieren. Es ist wie beim frisch gepflanzten Wald vor den Toren des Sportzentrums: die Vielfalt sorgt für ein gesundes Fundament.      

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