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Der Tennengau leuchtet auf

Ein Artikel von Christian Heugl, Redaktion Tennengau

Es ist noch gar nicht so lange her, da leuchteten in den warmen Juninächten unzählige Glühwürmchen um die Wette. Es bleibt ihnen ja nur eine kurze Zeit, um auf diese Weise auf ihre sexuelle Potenz aufmerksam zu machen. Heuer war es besonders arg, beinahe schon obszön. Die nächtliche Fahrt mit dem Fahrrad an der Salzach entlang war von Tausenden kleinen Laternchen erhellt, die da ganz hitzig auf potente Kundschaft warteten. Die kleinen Irrlichter sind für heuer erloschen. Aber ich glaube, es war ein gutes Glühwürmchenjahr – im nächsten Sommer werden sie uns wieder verzaubern.
In der ersten Augusthälfte folgt die nächste himmlische Erleuchtung: Die Perseiden sorgen für ein nächtliches Feuerwerk aus Sternschnuppen und entführen uns in die unendlich schöne Welt des Wünschens und Staunens. Das Maximum des jährlich wiederkehrenden Meteorstroms wird heuer in der Nacht auf den 13. August erwartet.
Kleine Erleuchtungen würden auch den Gemeinden gut tun. In beinahe jeder Tennengauer Gemeinde gibt es wohl eine ungenützte Dachfläche, auf der eine passende Photovoltaikanlage Platz fände. Es muss ja nicht gleich ein ganzer Strom-Park sein, vielleicht reicht ja schon das Vordach vom Wirtschaftshof und der Strom für den hell erleuchteten Platz kommt kostenlos und sauber direkt aus der Sonne. Der Tennengau hat es ja mit den solarbeleuchteten Busstationen schon einmal vorgemacht, dass sich innovative Ideen auszahlen. Also bitte, zapfen wir die Sonne weiter an und holen uns die saubere Erleuchtung.
Übrigens, ich finde, dass zu jedem verkauften E-Bike oder E-Car auch gleich eine tragbare Solarzelle dabei sein sollte. Eine solcherart produzierte „Tankfüllung“ wäre dann ein wirklich glaubwürdiger Beitrag zur Ökobilanz.

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