Der Countdown läuft!

Redaktionskolumne

Neue Lage: fünf Tage! Jetzt geht es ans Eingemachte – die Wohnung wartet auf ihren Weihnachtsputz, ein Christbaum gehört her, das Weihnachtsmenü muss geplant, Geschenke gekauft und die Kekse gebacken werden. Wie jedes Jahr ist es nun endgültig zu spät für die Weihnachtspost. Und, genau, auf den Christkindlmarkt wollte man doch auch noch unbedingt. Denn irgendwo scheint geschrieben zu stehen, dass man alle Menschen, an denen einem etwas liegt, vor Weihnachten noch einmal treffen muss.

Ja, es gibt dieser Tage einiges zu tun. Aber ganz ehrlich, macht das nicht auch den Zauber der Vorweihnachtszeit aus? Das geschäftige Treiben, das Planen, ja sogar die Hektik gehören doch irgendwie dazu. Natürlich rede ich mir leicht – ich habe keinen großen Haushalt zu führen, keine Riesen-Familie, die beschenkt werden will – ich kann mich der aufgeregten Zeit ziemlich gelassen widmen. Umso mehr fällt mir wohl auf, wie die Menschen rund um mich von Tag zu Tag genervter werden. Und ungeduldiger. Schlendert man gemütlich über den Weihnachtsmarkt, wird man von denjenigen angerempelt, die es offenbar eilig haben, weicht man nicht schnell genug aus, kann es sogar sein, dass man ein paar gar nicht freundliche Worte erntet.

Dann ergibt ein Wort das andere und schon ist es endgültig vorbei mit dem vielbesungenen Weihnachtsfrieden. Auch das Aggressionspotenzial scheint mir in den Tagen und Wochen vor Weihnachten ein höheres zu sein. Zu keiner Zeit des Jahres erlebe ich so viele Streitereien oder gar Rangeleien im Nachtleben wie in der „staden“ Zeit. Was aber vielleicht auch dem übermäßigen Alkoholkonsum bei der einen oder anderen Weihnachtsfeier geschuldet ist. Ja, die stille, besinnliche Zeit bringt auch allerhand Tiefen der Menschlichkeit zutage. Aber wie gesagt, es sind ja nur noch ein paar Tage – dann können wir uns wieder entspannen und zu unserem inneren Frieden zurück finden.

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