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Das Glück am Rad

Sitzen wir am Rad, dann purzeln die Glückshormone. Warum der Ritt auf dem Drahtesel gesund ist und glücklich macht, was rund ums Radfahren in Alltag und Freizeit im Trend liegt, wo die schönsten Sommer-Radrouten im Bundesland Salzburg zu finden sind und vieles mehr, finden Sie hier.

Duftende Wiesen, rauschende Flüsse, imposante Berge und eine sagenhafte Stille. Mountainbiker und Rennradfahrer haben längst erkannt, wie schön es ist, wenn einem der Sommerwind um die Nase weht, Kuhglocken das einzige Geräusch weit und breit sind und die Glückshormone purzeln, sobald man am Ende einer Tour den Gipfel oder einen glasklaren See erreicht hat.

Wie Fahrradfahren unser Leben verbessert

Radfahren ist die beste Medizin gegen Bewegungsmangel und Übergewicht, wirkt vorbeugend gegen Herzkreislauf-Erkrankungen und Krebs. Regelmäßiges Radfahren stärkt die Durchblutung des Herzmuskels, das Risiko eines Herzinfarkts kann so um über 50 Prozent reduziert werden. Die vertiefte Atmung beim Radfahren führt zu langfristigen atemphysiologischen Vorteilen. Die Drahtesel-Fans müssen zudem weniger mit Bluthochdruck, chronischer Bronchitis, Asthma, Erkrankungen der Talgdrüsen oder Krampfadern in den Beinen rechnen. Die Muskelgruppen an der Wirbelsäule werden gekräftigt, mehr noch als beim Schwimmen oder Laufen. Wer regelmäßig mit dem Fahrrad zur Arbeit fährt, kann mit einer durchschnittlichen Zunahme der Lebenserwartung um zwei Jahre rechnen, und ist etwa so fit wie fünf bis zehn Jahre jüngere Personen. Außerdem: Fahrradfahren ist ein ideales Antistress-Training.

Was Salzburg für seine Radler macht

Stadt und Land Salzburg arbeiten stetig an Verbesserungen und Erweiterungen rund um das Fahrradland Salzburg. So ist der Radverkehr auch Bestandteil des Salzburger Landesmobilitätskonzeptes, das derzeit erarbeitet wird (www.salzburgmobil.at) und ab Mitte April 2015 wird es eine gemeinsame Webseite zum Thema Radfahren geben (www.salzburgrad.at). Und Radfahrer werden belohnt! Die Radmotivationsaktion „Wer radelt, gewinnt“ soll Lust aufs Alltags-Radfahren machen. Wer vom 1. Mai bis zum 31. Mai August 2015 mindestens hundert Kilometer auf dem Fahrrad zurückgelegt hat, nimmt an der Verlosung von Preisen teil www.werradeltgewinnt.at.

Sicher Biken

Womit ein Fahrrad ausgestattet sein muss, ist gesetzlich vorgeschrieben. Zwei voneinander unabhängige Bremsen, rutschsichere Pedale mit gelben Rückstrahlern, eine Klingel oder Hupe, hell leuchtende Scheinwerfer, ein rotes Rücklicht und zwei gelbe Speicherreflektoren sind Pflicht. Ein Helm sollte selbstverständlich sein.

Servicestellen: Insgesamt gibt es elf öffentliche Self-Service-Stationen in der Stadt, bei denen ein jeder im Nu sein Fahrrad mit neuer Luft versorgen kann oder das eine oder andere Werkzeug für den schnellen Eingriff findet, u. a. beim Schloss Mirabell, Faberstraße, Bräustübl oder bei RKS-Bike in Parsch.

Bike&Ride: Ein Schwerpunkt der Stadt liegt im Bereich Bike&Ride, der eine bessere Verbindung des Fahrradfahrens und der öffentlichen Verkehrsmittel vorsieht. Ausreichend Radfahrabstellplätze und Radboxen bei Bahnhöfen sollen bequemes und schnelles Umsteigen ermöglichen.

Radboxen: Ein gutes Schloss und sichere Abstellanlagen sind wichtiger Diebstahlschutz. 80 Euro Miete kostet eine Radbox im Jahr, eine Kurzmietung über Handybedienung ist aktuell im Testbetrieb. www.radbox.at

Radcodierung: Ab sofort kann das Rad ganzjährig im Rad-Haus in den Stadtwerken Lehen codiert werden, immer Montag bis Freitag von 11 bis 18 Uhr.

Mit dem Rad durchs Land

5.000 Kilometer Mountainbike-Wege und 2.000 Kilometer beschilderte Radrouten gibt es aktuell im Salzburgerland. 23 Bike-Hotels und über 40 zertifizierte Bed&Bike-Betriebe laden zum umfangreichen Genießen ein. 74 Almsommerhütten sind auch mit dem Bike gut erreichbar, www.almsommer.com, www.salzburgerland.com.

„Man sieht viel und kommt weit“

Die 22-jährige Salzburgerin Lisa Mitterbauer zählt zu Österreichs besten Mountainbikerinnen und ist Olympiakandidaten für Rio 2016. Der SALZBURGERIN erzählt sie von ihren Träumen und worauf ein Hobby-Biker besonders achten sollte.

Was ist das Besondere am Mountainbiken?

Man sieht viel und kommt weit. Und nach individuellen Wünschen und Können sind viele verschiedene Radrouten möglich – die vielen Möglichkeiten lieben die Leute, und daher wird Mountainbiken immer beliebter.

Die wichtigsten Tipps für Anfänger und Hobbybiker?

Man sollte zuerst das geeignete Rad für sich selbst finden, man braucht aber nicht gleich tausende Euro für ein Rad ausgeben. Beratung ist wichtig, um das richtige Rad für den eigenen Anspruch zu finden, je nachdem, wo man fahren will, je nach Gelände und Fähigkeiten. Der technische Aspekt ist beim Mountainbiken auch wichtig, Fahrtechnikkurse sind eventuell ratsam. Und man sollte auf die richtige Sitzposition achten, um keine Schmerzen zu bekommen, denn vor allem muss das Mountainbiken Spaß machen!

Wie hält man sich für das Mountainbiken rund ums Jahr fit?

Unter dem Jahr ist Ausdauertraining wie Laufen und Krafttraining gut, im Winter Schitourengehen oder Langlaufen. Für den Winter gibt es jetzt auch Bikes mit zehn Zentimeter dicken Reifen!

Sechs Routen für Sportler und Genießer

Gunzi Trail in Leogang

Der neue Mountainbike-Trail ist ein eher leichter, also auch für Einsteiger gut geeigneter Trail, der auch fürs E-Mountainbike gut geeignet ist. Infos: Saalfelden Leogang Tourismus.

Mountainbikepark in Wagrain

Der beliebte Park wird 2015 bis zur Bergstation der Flying Mozart II verlängert. Infos: Bergbahnen Wagrain.

Lungau Extrem

So heißt die neue Mehrtagestour „Lungau Extrem“. Infos: Ferienregion Lungau.

Tauernradweg

Länge: 270 Kilometer (Tauernradwegrunde) oder 310 Kilometer (Krimml – Passau) Geeignet für Tourenräder und Trekkingbikes.

www.tauernradweg.com

Alpe Adria-Radweg

Länge: 425 Kilometer – in einer Woche von Salzburg nach Grado. www.alpe-adria-radweg.com

Slow Bike Tour

Am 8. Mai 2015 eröffnet die Mehrtages-E-Bike-Route „Slow bike“, www.slow-bike-tour.com.

Lifestyle-Objekt mit Kultstatus

Noch nie wurde so viel an der Entwicklung des Fahrrades gebastelt wie heute. Das Rad ist längst Lifestyle-Objekt mit Kultstatus geworden. Stets sind dabei Kreative am Werk, die das Fahrrad neu erfinden möchten oder ihm zeitgemäße Eigenschaften verpassen wollen. So lässt der Fahrrad-Liebhaber Izhar Gafni etwa mit seinem voll funktionierenden Fahrrad aus Karton aufhorchen, das wasserresistent ist und bis zu 220 Kilogramm aushält. Bamboosero nennt sich der erste Fahrradbauer, der günstige Bambusräder markttauglich gemacht hat (Quelle: www.zukunftsinstitut.de). Auf dem Weg nach Europa sind gerade die Online-Fahrräder von Dave Weiner. Bald wird sein Priority Bicycle den Weg nach Deutschland finden (Quelle: Zeitonline, 25. Feburar 2015). Das Wunderrad gibt es allerdings nur online, das Fahrrad kommt zum Selbst-Zusammenbauen inklusive notwendigem Werkzeug direkt nach Hause geliefert.

Eva Pittertschatscher

Adressen rund ums Fahrradfahren

Infos, Service, Tipps

www.radinfo.at

www.salzburg.gv.at/rad

www.salzburgerland.com

www.salzburgmobil.at

www.salzburgrad.at

www.stadt-salzburg.at/internet/

wirtschaft_umwelt/verkehr/

radfahren.htm

Urlaub mit dem Rad

www.radtouren.at

www.mountainbike-hotels.at

www.roadbike-holidays.com

www.bayernbike.de

Quellen

www.stadt-salzburg.at/internet/wirtschaft_umwelt/verkehr/radfahren.htm

www.salzburg.gv.at/rad

www.vcoe.at

www.zukunftsinstitut.de

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