beitrag_website

Das DARKNET – Wirklich so düster, wie angenommen?

Eine Kolumne der FH Salzburg
Dominik Engel, Leiter des Zentrums für sichere Energieinformatik und Fachbereichsleiter für Netzwerk- und Kommunikationstechnik am Studiengang Informationstechnik & System-Management der FH Salzburg
FH Salzburg/wildbild

Foto: FH Salzburg/Wildbild

Das Internet, vielmehr das WWW, bietet uns vielfältige positive Aspekte: Es trägt zu unserer Unterhaltung, unserem Zeitvertreib bei, ermöglicht uns Kommunikation sowie Austausch über Kontinente hinweg und macht für uns früher Unvorstellbares möglich. Kurz gesagt: es erleichtert unseren Alltag. Dennoch gibt es eine dunkle Seite – das sogenannte Darknet.
Durch tragische Vorfälle erhielt das „dunkle Netz“ in letzter Zeit verstärkt mediale Aufmerksamkeit. Es wurde als Grund genannt, warum sich beispielsweise Jugendliche unbemerkt Schusswaffen besorgen oder sich radikalisierte Attentäter austauschen können. Doch was genau ist dieses Darknet? Und ist es wirklich so düster, wie es der Anschein vermuten lässt?
Als Darknet wird im Fachjargon eine anonymisierte Netzwerkinfrastruktur bezeichnet, die nur mit speziellen Browsern zugänglich ist. Ein Beispiel dafür ist „Tor“, der dem Google Chrome oder dem Internet-Explorer ähnelt, aber spezielle Techniken einsetzt, um die Anonymität der User zu schützen. Über den „Tor“ Browser bekommen User auch Zugang zu einer versteckten, virtuellen Welt, die für Suchmaschinen wie Google unsichtbar bleibt – dem sogenannten „Deep Web“. Dieses versteckte WWW umfasst eine große Anzahl von Webseiten, viele davon illegal.
Das Internet, vielmehr das WWW, bietet uns vielfältige positive Aspekte: Es trägt zu unserer Unterhaltung, unserem Zeitvertreib bei, ermöglicht uns Kommunikation sowie Austausch über Kontinente hinweg und macht für uns früher Unvorstellbares möglich. Kurz gesagt: es erleichtert unseren Alltag. Dennoch gibt es eine dunkle Seite – das sogenannte Darknet.
Durch tragische Vorfälle erhielt das „dunkle Netz“ in letzter Zeit verstärkt mediale Aufmerksamkeit. Es wurde als Grund genannt, warum sich beispielsweise Jugendliche unbemerkt Schusswaffen besorgen oder sich radikalisierte Attentäter austauschen können. Doch was genau ist dieses Darknet? Und ist es wirklich so düster, wie es der Anschein vermuten lässt?
Als Darknet wird im Fachjargon eine anonymisierte Netzwerkinfrastruktur bezeichnet, die nur mit speziellen Browsern zugänglich ist. Ein Beispiel dafür ist „Tor“, der dem Google Chrome oder dem Internet-Explorer ähnelt, aber spezielle Techniken einsetzt, um die Anonymität der User zu schützen. Über den „Tor“ Browser bekommen User auch Zugang zu einer versteckten, virtuellen Welt, die für Suchmaschinen wie Google unsichtbar bleibt – dem sogenannten „Deep Web“. Dieses versteckte WWW umfasst eine große Anzahl von Webseiten, viele davon illegal.

Nur Gefahr oder auch Chance?
Trotz der hohen Anzahl an illegalen Webseiten, kann man Darknet bzw. Deep Web auch als Werkzeug für positive Aspekte ansehen. Beispielsweise die Meinungsfreiheit. Dies kommt vor allem dort zu tragen, wo eine eigene Meinung bzw. Meinungsbildung unterdrückt wird. Ein Beispiel dafür sind kommunistisch regierte Länder, die die Weiten des WWW zensurieren und nur Informationen durchlassen, die der Strategie des Staates nicht entgegenwirken können. Dabei ist das Recht auf Meinungsfreiheit ein weltweites Menschenrecht.
Aus dieser Perspektive ist das Deep Web durch die Anonymisierung ein unverzichtbares Hilfsmittel, um die freie Rede zu gewährleisten. Auch manche Enthüllungen, wie Snowdens NSA-Aufdeckungen, hätte es ohne diese Möglichkeit nicht gegeben.

Trotzdem „Tor“ verbieten?
Ursprünglich wurde das Darknet mit dem Ziel entwickelt, den Usern ihre Privatsphäre im Netz wiederzugeben und sich damit entsprechend der ständigen Überwachung entziehen zu können. Trotz dessen und den positiven Seiten, wird diskutiert, ob „Tor“ verboten werden sollte? Sobald dieser Browser aus dem Rennen genommen wird, wird es jedoch spätestens am nächsten Tag einen vergleichbaren Dienst geben. So hilft dieses Verbot keinesfalls, die kriminelle Energie zur Gänze zu bekämpfen, dafür sind die Möglichkeiten schlichtweg zu weitreichend – so wie in der realen Welt auch.

Hier ein paar Links zum „Darknet“:

Fotos: Screenshots vom Anbieter

318 total views, 4 views today

Alle Beiträge aus Website


Facebook Icon