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Cocktails – geschmackvolle Mixkunst

Gleich vorweg: Cocktails liegen wieder ganz im Trend. Insbesondere jene, die man als Klassiker bezeichnet, also z.B. der Martini-Cocktail (geschüttelt, nicht gerührt) oder der Manhattan, aber letztlich sind der Mixkunst kaum Grenzen gesetzt, außer jene des Geschmacks und der Verfügbarkeit der Ingredienzien.

Grundsätzlich ist ein Cocktail ein
alkoholisches Mischgetränk, wenngleich heute auch schon alkoholfreie angeboten werden. Meist bestehen Cocktails aus zwei oder mehr Zutaten, darunter mindestens eine Spirituose. Sie werden mit Eis im Cocktail-Shaker, teilweise auch unter Zu-
hilfenahme eines elektrischen Mixers, im Rührglas oder direkt im Cocktailglas einzeln frisch zubereitet, in einem passenden Glas angerichtet – auch mit Früchten dekoriert, oft mit Eis oder mit Champagner ergänzt – und serviert. Cocktail-Rezepte haben oft einen einprägsamen Namen, der mitunter auch auf die Zusammensetzung oder Herkunft schließen lässt. Und manche Cocktails, insbesondere die „Klassiker“ sind international bekannt und werden von Barkeepern weltweit nach gleichem Rezept gemixt.

Geschichte und Kreativität

Ein bisserl Geschichte rund um Cocktails: „Das Wort „Cocktail“ entstand um 1800 im angelsächsischen Sprachraum, bezeichnete aber ursprünglich nur einen ganz bestimmten Typ unter den damals üblichen Mixgetränken. Die erste schriftliche Quelle
definierte „cock tail“ 1806 als „stimulierendes
Getränk aus Spirituosen aller Art, Zucker, Wasser und Bitters.“ Heute wird der Begriff als Bezeichnung für eine Vielzahl von Misch- und Mixgetränken verstanden, wobei nicht mehr nur meist stark alkoholische, ohne Eis im Stielglas servierte Shortdrinks gemeint sind, sondern auch in größeren Gläsern mit Eis servierte Longdrinks. Was man heute miteinander vermengt, welche Geschmacksrichtung und welcher Alkoholgehalt in einem Cocktail enthalten sind, ist bei den klassischen Rezepten relativ klar festgelegt, bei Neukreationen aber sind der Phantasie kaum Grenzen gesetzt. Rainer Husar, einer der
bekanntesten österreichischen Mix-Profis sagt, dass beim Cocktail „…das Spektrum unermesslich ist… und die Möglichkeiten noch lange nicht ausgeschöpft sind.“

Individueller Spaß

Der Altmeister unterscheidet auch zwischen eher leichtem Sommer-Schlürfspaß und Klassikern, zudem widmete er auch manchen Promis individuelle Kreationen. Was auch jeder Hobbymixer probieren kann, sofern die Auswahl der eigenen Hausbar die Kreativität nicht beschränkt. Noch ein Tipp: Ein Drink sollte einfach und schnell gemixt sein, dann schmeckt er immer.

Ein gutes Beispiel dafür ist der frische, klassische „Mint Julep“: Minze, Zucker und Wasser in ein hohes Cocktailglas (Highball Glass) geben und vorsichtig verrühren bzw. zerstoßen. Das Glas mit Crushed Ice auffüllen, Bourbon Whiskey zufügen und gut umrühren, bis das Glas sehr kalt ist.

Manche Cocktails sind aber auch gefährlich, weil sehr alkoholreich und dabei schmackhaft und süffig, etwa der bekannte „Long Island Iced Tea“, der eine Mischung aus Wodka, Gin, Tequila, Rum und Orangenlikör mit Cola ist und ein bisschen nach Tee schmeckt. Mehr als zwei Gläser sind meist zu viel des Guten. Geschmacklich einfach und oft tückisch in ihrer Wirkung sind sogenannte „Shots“, also in kleinen Gläsern angerichtete, aber starke Cocktails wie der B52 oder der Klassiker schlechthin, der Martini, wie ihn James Bond bevorzugt.

Na dann: Prost!

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