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Bodenständig: Die Trends 2016, auf die wir alle stehen

Ein Boden wird nicht „einfach so“ ausgetauscht. Welcher Belag zur Verlegung kommt, wird meistens auf lange Sicht entschieden. Je nach Einsatzbereich – Haus und Wohnung oder Büro und Geschäft – sowie je nach Raumtyp und die daran gestellten Ansprüche will der Boden gut gewählt sein. Die aktuellen Trends bedienen jeden Geschmack und lassen keine Fragen bei der Suche des passenden Belages offen.

Die Materialien führen geradewegs „zurück zur Natur“, konkret zu den hochwertigen österreichischen Baumarten und heimischen Holzsorten. Im Kommen sind auch grobe Oberflächen und dunkle Farbtöne, begehrt zudem die variantenreichen Dekors mit allen möglichen Motiven. Die Wahl des Belages stellt unsereins vor manch’ Grundsatzentscheidung. Schließlich soll er „schlichtweg schön“ sein, Optik und Design bleiben ausschlaggebende Kriterien. Aber er soll auch „echt“ und funktionell sein, es stellt sich die Frage von Widerstandsfähigkeit und Reinigung. Je nach Einsatzbereich und Erwartungen an die Lebensdauer will der Belag gut gewählt sein.

Parkett: Echt, beständig und flexibel

Die Bodenhersteller und der Fachhandel bieten ein breites Angebotsspektrum für alle Objektbereiche, Raumtypen und die verschiedenen Ansprüche an. Ob Gemütlichkeit fürs Schlafzimmer, Lässigkeit im Jugendzimmer oder heimelige Eleganz im Wohnraum – wer die Erwartungen an die Lebensdauer des Bodens hoch setzt, sollte ausschließlich zu Qualität greifen und sich zu allererst für professionelle Beratung entscheiden. „Man sollte unbedingt der österreichischen Markenqualität den Vorzug geben. Die heimischen Produkte sind generell ausgezeichnet“, unterstreicht Christina Moser, Geschäftsführerin der Malerei und Raumausstattung Herbert Moser GmbH aus dem Lungau. Soll dem Boden als wichtigem Teil in der gesamten Raumausstattung doch größtes Augenmerk gelten. Das natürlich nicht nur optisch, sondern vor allem in Hinblick auf das Raumklima. „Es geht nichts über Parkett“, ist die Expertin überzeugt, „es ist ökologisch, überzeugt mit Beständigkeit und greift regulierend ins Raumklima ein.“ Das natürliche Holzprodukt ist neutral, es verspricht klassisch-zeitlose Optik, da die Farbe auch über die Zeit erhalten bleibt, und darüber hinaus höchsten Gehkomfort.

Der entscheidende Vorteil vom echten Parkett- zum unechten Laminatboden sieht sich in der Möglichkeit der Bearbeitung. „Sollte der Parkettboden an optischer Attraktivität verlieren, kann er schnell und einfach dank der Oberflächenbehandlung neu aufbereitet werden“, fügt Christina Moser hinzu. Das Bekenntnis zu Parkett verheißt darüber hinaus größere Flexibilität bei der Verlegung, kann dies doch in vielerlei Mustern erfolgen. Stabparkett wird beispielsweise in Fischgrät-Variante verlegt, regelmäßig oder unregelmäßig, als Würfelmuster oder in Form eines Flechtbodens.

Wiederkehr von Textilböden

Bleibt Parkett im Großen und Ganzen schon über Jahre der Dauerbrenner, hat der Teppichboden zwischendurch schwere Zeiten durchgemacht. Sein einstiges Negativ-Image als „Staubfänger“ konnte er nun ablegen, der textile Belag überzeugt im Gegenteil mit vielen Vorzügen. Man sagte dem Teppich Nachteile für Allergiker nach, mit dem Argument von Hausstaubmilben, daher wurden Teppichböden aus Häusern und Wohnungen entfernt. Nach Jahren der kontrovers geführten Diskussionen ist man heute auf dem Stand, dass Nichts gegen einen Teppich spricht. Vielmehr weiß man, dass glatte Oberflächen zwar leichter zu reinigen sind, der Staub aber auch sichtbarer ist. Textilböden sind nicht nur wärmer, weicher und gemütlicher, sondern lassen Staub nicht in die Luft „aufwirbeln“. Auch Hersteller von textilen Böden bieten eine große Auswahl je nach Anspruch, ob es weiches Velours im Schlafzimmer oder die robuste Schlinge im Kinderzimmer sein soll.

Fans von Fliesen wiederum folgen dem Trend hin zu Großformatfliesen: Größer, schöner und vor allem dezent sollen sie heutzutage sein. Schließlich sind auch Fliesen klar eine Geschmacks- und vor allem eine Preisfrage. Wer auch in Vorhaus und Bad nicht auf Holzoptik verzichten will, dem kommen die Hersteller mit Dekors entgegen. Als Alternative haben sich gerade im Badezimmer Design-bodenbeläge aus Vinyl durchgesetzt. Die Nachbildungen aus Holz, verschiedene Strukturen und Fantasiemotive, in Stein- und Fliesenoptik kommen dem Originalmaterial sehr ähnlich. Und sie sind nicht nur optisch ein Blickfang, sondern auch badezimmertauglich: Aufgrund einer Oberflächenbehandlung sind die Beläge besonders strapa-zierfähig und robust. Die Designbodenbeläge aus Vinyl eignen sich vor allem auch für Pläne, den Boden doch einmal auszutauschen oder – gerade im Bad – zu modernisieren. Die Verlegung, schwimmend über die vorhandene Fliese, ist ohne großen Aufwand möglich.

Boden – die Basis der Raumgestaltung

Keine Frage, ein Boden ist nicht so schnelllebig wie Dekoration, Sonnenschutz oder Vorhänge. Es bleibt im Auge des Betrachters, was betont werden soll: Liebhaber von Figuren und Vasen, Urlaubsmitbringsel und bunten Bilderrahmen sollten lieber einen neutralen Belag wählen. Wer einen auffälligen Boden wünscht, sollte dekorative Accessoires eher behutsam kombinieren und lieber die Vorhänge öfter wechseln. Ein Tausch von Böden ist gerade in großzügig möblierten Zimmern aufwändig. Und, wer dennoch Abwechslung wünscht, kann sich immer noch mit Vorlegern in allen Farben und Designvariationen helfen.

Wer Neuverlegungen plant, aber kein Vorstellungsvermögen das Ergebnis betreffend hat, dem wird im Fachhandel geholfen. Digitale Voraufbereitungen des Raumes mit dem gewünschten Boden sind hilfreich und im Kundenservice bereits der Standard. Auch sollte es die Mühen wert sein, sich Muster zu besorgen und daheim, im betreffenden Raum, zur realen Ansicht auf den Boden zu legen. „Der Blickwinkel ist entscheidend“, fügt Christina Moser hinzu, „es ist etwas anderes, ob ich den Boden im Geschäft sehe oder daheim, ob das Muster nur am Tisch liegt oder am Boden. Es ist auch immer ratsam, sich auf den Boden zu stellen und den Belag zu fühlen.“

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