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Bin im Güthaus!

Bin im Güthaus!
 Ein Artikel von Stephan Oberaus

Das Jahr 2016 ist für Salzburg ein besonderes. Das war diesen Sommer auch in Wald im Pinzgau deutlich zu spüren. Beim Semmerl holen oder auf dem Weg ins Café konnte man durchaus ins Staunen versetzt werden: So stand von Mai bis Ende August neben der Bäckerei Scholl der „White Noise Kunstigel“, der auf den ersten Blick vielmehr wie ein außerirdischer Mikadostäbchenhaufen aus Aluminium anmutete. Gerade dieses Objekt, von dem man zunächst vielleicht nicht wusste, was es eigentlich ist, war Treffpunkt und Ort des Austausches zugleich.

Als Güthaus wird im Pinzgau ein geschützter Raum beim Fangenspielen bezeichnet. Dieser geschützte Raum wurde auf den Kunstigel übertragen und zum Programm gemacht: Er wurde zu einem Ort, an dem man Gedanken ihren freien Lauf lassen, sich austauschen und Kraft tanken kann.

Die Leere des Raumes mit herzensbildnerischen Inhalten zu füllen, machte sich der Kulturverein m²-kulturexpress zur Aufgabe. Schon seit 29 Jahren bemüht sich der Verein darum, einen Kunstbegriff zu vermitteln, der sich an der Freude am Schönen, am Gemeinsamen und am Teilen orientiert. Charly Rabanser ist einer dieser Aktiven und hat auch heuer gemeinsam mit seinem Team erneut Durchhaltevermögen und Liebe zur Kunst und zur Sache bewiesen.

Das Programm im Kunstigel war bunt gemischt: Lesungen, Ausstellungen, Diskussionen, Konzerte, Workshops und vieles mehr wurde geboten. Dabei hatten alle Veranstaltungen etwas gemeinsam: Die Leute zusammenbringen und gemeinsame Kultur leben – eben im Güthaus sein.

Wohin die Reise des Igels nun gehen wird, kann auf www.whitenoise.at verfolgt werden. Und darauf, was den Kultur-treibenden im Oberpinzgau in Zukunft einfallen wird, kann man sicher auch neugierig sein!

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