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Bienenfreundlicher Balkon

Bienen gehören zu den bedrohten Arten – mit desaströsen Folgen für unsere Agrarkultur. Neben groß angelegten Initiativen von Bund und Land kann auch der Einzelne helfen.
Ein Artikel von Natalie Zettl

Um den heimischen Bienen quasi unter die Flügel zu greifen, muss man nicht zwingend im Besitz eines großen Gartens sein – auch wenn eine weitläufige Naturblumenwiese natürlich ein Bienenparadies darstellt. Trotzdem: Schon allein die richtige Wahl der Balkonblumen kann eine Unterstützung für die fleißigen Insekten sein.

Auf die richtigen Pflanzen kommt es an
Viele Pflanzen locken Bienen an – aber bei weitem nicht alle bieten den Tieren dann auch Nektar oder Pollen, von dem sie sich ernähren könnten. Nahrhaft für Bienen sind unter anderem Kapuzinerkresse, Glockenblume, Löwenmäulchen, Lavendel oder Wandelröschen. Auch die bienenfreundlichen Margeriten eignen sich bestens als Balkongewächse.

Vielfalt ist Trumpf
Was viele nicht wissen: Die meisten Wildbienen sind auf bestimmte Pflanzen spezialisiert und fliegen tatsächlich nur diese an. Am erfolgversprechendsten ist es daher, eine Mischung aus verschiedensten Pflanzenarten zu setzen, um den Bienen eine reichhaltige Auswahl zu bieten. Die Blumen sollten vom Frühjahr bis in den späten Herbst blühen – denn gerade außerhalb des Hochsommers haben Bienen oft Schwierigkeiten, geeignete Nahrungsquellen zu finden. Wer den Geldbeutel schonen möchte, kann sich an Wildblumenmischungen halten – diese enthalten verschiedenste Arten und bieten eine bunte Mischung an bienenfreundlichen Blüten.

Tipps für Bienenfreunde
Zusätzlich zu einem „Buffet“ für Bienen kann man mit wenigen simplen Mitteln eine Nisthilfe am Balkongeländer anbringen. Gerade, wenn duftende Blumen und Kräuter in der Nähe zu finden sind, lassen die geflügelten Gäste nicht lange auf sich warten. Ein sogenanntes Bienenhotel ist im Baumarkt erhältlich – man kann es aber auch ganz leicht selbst bauen.

Foto: rgvc - stock.adobe.com

Foto: rgvc – stock.adobe.com

 

 

Bauanleitung Bienenhotel

Benötigte Materialien:

  • Eine Holzkiste
  • Hohle Bambusröhrchen mit unterschiedlichen Durchmessern

So geht’s:
Bambusröhrchen auf die richtige Länge (Höhe der Kiste) zuschneiden. Schnittflächen abschmirgeln – es dürfen keine gesplitterten Kanten das Loch versperren. Die Holzkiste auf eine stabile Unterlage stellen und Bambusröhrchen hochkant einfüllen, bis kein Röhrchen mehr hineinpasst. Zwischenräume mit Stroh füllen. An der Frontseite Kaninchengitter anbringen (als Schutz vor Vögeln). Dann das Bienenhotel hängend außen am Balkongitter anbringen.

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