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Ab ins Bad!

Zum Wellnessen muss man nicht in den Urlaub fahren. Man muss nicht mal aus dem Haus gehen. Das eigene Badezimmer tut’s auch. Wir haben Tipps und Trends für die perfekte Wellnessoase, für das Privat-SPA daheim.

Wohlfühlatmosphäre schaffen

Wie man sein Bad gestaltet, ist reine Geschmacksfrage. Die einen mögen es farbenfroh und knallig, die anderen lieber schlicht und elegant. Generell gilt: Helle Farben lassen ein kleines Badezimmer größer wirken, genauso wie die richtige Beleuchtung und ein großer Badezimmerspiegel. Hängt man die Lampen links und rechts vom Spiegel, ist genügend Licht zum Schminken und Rasieren vorhanden, ohne dass Schatten stören. Für eine gute Badbeleuchtung sollte man idealerweise mehrere Leuchten einplanen. Dann kann man mal mehr, mal weniger Licht einstellen und auch Lichtstärken und -farben variieren. In der Früh ist ein helles, weißes Licht zum Wachwerden angenehm, zum abendlichen Bad ein warmes.

Ein angenehmer Duft sorgt im Bad zusätzlich für Wohlbefinden. Schick sind Raumduftverströmer, die ätherische Essenzen in verschiedenen Kompositionen wie Rose, Vanille mit einem Hauch Mandarine, Grüntee oder Moschus über Holzstäbchen verteilen (z.B. Blomus aus mattem Edelstahl, Bambus und Porzellan, circa 28 Euro).

Abtauchen und entspannen

Baden gehört zu den ältesten Heil- und Gesundheitsanwendungen der Menschengeschichte. Besonders in frostigen Zeiten, wenn draußen Schnupfenwetter herrscht, die Füße kalt sind und die Nase läuft, tauchen viele Menschen gerne ab, in Schaum- und Cremebäder, versetzt mit wertvollen Ölen. Aber Badewanne ist nicht gleich Badewanne, es gibt sie in ovaler, runder, rechteckiger, sechseckiger, achteckiger, symmetrischer und asymmetrischer Form. Freistehende Wannen sind sehr angesagt. In die Mitte des Raumes gesetzt erinnern sie an Badebottiche, in denen früher die feinen Herrschaften abgeseift wurden.

Freistehende Badewannen gibt es aus verschiedenen Materialien. Besonders edel: sibirisches Lärchenholz, das in mehreren Arbeitsgängen getrocknet und in einem speziellen Verfahren geschnitten, geformt und zusammengefügt wurde (zum Beispiel über Wohngeist.ch, Modell Ofurò). In einer Badewanne aus Holz herrscht eine konstant warme Temperatur, weil Holz die Wärme viel länger speichert als Emaille oder Keramik. Holzwannen sind meist mit einer wasserdichten Öl-Wachs-Kombination behandelt, weshalb man die Badewanne nach dem Baden nur mit klarem Wasser ausspülen und mit einem Handtuch trockenreiben muss.

Der beste Zeitpunkt für ein Vollbad sind die Abendstunden: Baldrian-, Lavendel- oder Melissenöl beruhigen und fördern den Schlaf. Eukalyptus, Latschenkiefer oder Fichtennadeln helfen gut gegen Erkältungen und können bisweilen sogar die Inhalation bei Atemwegserkrankungen ersetzen. Honig- oder Milchbäder machen die Haut streichelweich. Wer sich selbst zuhause mit einem Wellnessbad verwöhnen möchte, sollte darauf achten, nicht zu lange und nicht zu heiß zu baden. Menschen mit Herz-Kreislauf-Problemen sollten Temperaturen über 32 Grad meiden.

Sehr edel: Salz-Badeperlen aus Palästina zählen zu den kostbarsten der Welt. Sie lassen das Wasser golden, blau oder rosafarben schimmern, lockern Muskeln und Gelenke und regen den Stoffwechsel an. Verpackt sind sie in schönen, handgefertigten Behältnissen aus Glas (z.B. von Pharmos Natur: Badesalze „Deluxe“ in Gold, Velvet-Rose oder Saphir-Blue, 185 g Glas circa 34,50 Euro).

Bunter Regen von oben

Farben beeinflussen unser Wohlbefinden genauso wie Wasser. Kombinieren Sie doch einfach mal die Dusche mit Farbe. Es gibt LED-Duschköpfe, deren Licht das Wasser in verschiedenen Farben einfärbt. Die Technik funktioniert ähnlich wie ein Dynamo beim Fahrrad: Durch das Wasser werden die LED-Leuchten mit Strom versorgt. Für perfekte Entspannung und Wohlbefinden sorgen Dampfduschen. Sie nutzen die Kraft des Wassers und die Wirkung des Dampfes für effektvolle Massage. Im Trend liegen weiterhin bodengleiche Duschen, die komfortabel zu begehen sind, am besten in Naturfarben. Eine emaillierte Duschfläche hat gegenüber Fliesen den Vorteil, dass sie sich viel besser reinigen lässt und das Wasser sauber abfließt. Große Fliesen kann man kaum passgenau absenken und kleine Mosaikfliesen haben unzählige Fugen, die nur kurze Zeit hygienisch und schön sind. Irgendwo bleibt immer eine Pfütze zurück.

Einmal durchschwitzen

Im Gegensatz zu Saunen sind Infrarotkabinen kleiner und finden auch im Badezimmer Platz. Sie können an das normale Stromnetz angeschlossen, müssen nicht lange vorgeheizt werden und verfügen, je nach Modell, über wechselnde Farbspiele oder Musikanlagen. Und sie kommen längst nicht mehr als klobiger Holzklotz daher, sondern als stylischer Glaskubus, puristisch und gradlinig im Design. Infrarotstrahlung wird auch als „Wärmestrahlung“ bezeichnet, da sie beim Auftreffen auf die Haut eine Wärmeempfindung auslöst. Die Strahlung selbst dringt nur einige Millimeter tief in die Haut ein. Die viel beschworene Tiefenwärme bezeichnet die Erhöhung der Körperkerntemperatur, wie sie auch beim Saunieren stattfindet. Mit dem einen Unterschied, dass die Raumtemperatur in der Kabine niedriger ist und die Belastungen für das Herz-Kreislauf-System geringer sind.

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